Der Ort, wo Du stehst, ist heiliger Boden … Exerzitien auf den Straßen in Regensburg

Beschreibung:
Wie in allen Exerzitien geht es darum, einen geistlichen Blick bzw. ein geistliches Suchen einzuüben. Das ist eigentlich ganz einfach und wird vor allem dann ermöglicht, wenn sich jemand darauf einlässt, sich mit dem zu beschäftigen, was schlicht da ist – auch mit dem Fremdartigen.
Darum geht es bei Exerzitien grundsätzlich: Das wahrzunehmen und wahr sein zu lassen, was in mir und um mich herum ist. Das sind Regungen, Bewegungen, Situationen, meine Umwelt, meine Mitmenschen und die Beziehung zu ihnen – und darin die Spur des Geheimnisses, das wir Gott nennen.
Als suchendem Menschen auf der Straße wird mir tatsächlich die Straße zu einem Ort der Besinnung, d.h. die ganz normale Umwelt, in der ich mich bewege: z.B. eine Parkbank, auf der ich sitze und einfach Menschen wahrnehme. Vielleicht setzt sich jemand zu mir und spricht mich an. Ich fremdel, weil ich gern Distanz hätte. Und dann ist mein erstes Thema da: Wie zugänglich bin ich?
Es kommen Fragen am Anders-Ort auf, etwa: Wie hoch sind eigentlich meine eigenen Schwellen, wie fremd bin ich – wie fremd sind mir die anderen? Der andere Ort mit seinen anderen Menschen – das Andere – wird mir zur Anfrage.
In Straßenexerzitien werde ich ermuntert, das Andere zuzulassen, voller Neugier loszugehen in „fremde Welten“. Und dann nehme ich wahr, was in mir damit geschieht, wie sich vielleicht etwas öffnet, wie Widerstände gegen das Fremde zugelassen, angenommen und verwandelt werden. Und wie ich vielleicht eine Ahnung von Gott, dem Ganz-Anderen bekomme, eine Begegnung mit ihm erfahre.
Elemente:
- Gemeinsamer Impuls für den Tag.
- Mit gemeinsamem Gottesdienst und Gebetszeit, gemeinsamen Essen und Gesprächsrunden beschließen wir gemeinsam den Tag.
- Tagsüber geht jeder und jede seinen/ihren eigenen Weg, Gott suchend auf der Straße, wo auch immer …
Nicht das Vielwissen sättigt die Seele,
sondern das Schmecken und Kosten
der Dinge von innen her.“
Ignatius von Loyola
Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von
Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg
Horeb.
Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch
emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht.
Mose sagte:
Ich will dorthin gehen und mir die
außergewöhnliche Erscheinung ansehen.
Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?
Als der Herr sah, dass Mose näherkam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose!
Er antwortete: Hier bin ich.
Der Herr sagte: Komm nicht näher heran!
Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.
Exodus 3,1-5
Die Teilnehmenden
• wohnen in diesen Tagen sehr einfach im Ursprungshaus von Haus Werdenfels - San Francesco. Zimmer mit Etagendusche.
• versorgen sich selbst in der Küche von San Francesco im Ursprungshaus und teilen sich die Kosten.
• brechen täglich per Zug oder Bus nach Regensburg auf, um in den Straßen von Regensburg unterwegs zu sein (jede/r sorgt für ihre/seine Fahrkarte).
• Zusätzlich anfallende Kosten werden in der Gruppe besprochen und geteilt.
Anmeldeschluss: Montag 31. August 2026
Vortreffen online Via Zoom am 3. September 2026 um 20.00 Uhr, um miteinander in Kontakt zu kommen und sich auf diese Art von Exerzitien einstellen zu können. (Nach Wunsch ist danach noch eine Abmeldung möglich).
Der Link wird rechtzeitig an die angemeldeten Teilnehmer/innen verschickt.
Falls Sie inhaltliche Fragen haben, melden Sie sich bei Elisabeth Paukner paukner@haus-werdenfels.de oder Tel. 09404-9502-11
Pension
140,00 € EZ mit Etagendusche
Frau Elisabeth Paukner
Dipl. Theol.
Referentin und Direktorin Haus Werdenfels
Exerzitienbegleiterin (Ausbildung im Kardinal-König-Haus, Wien)
Dozentin für Biografiearbeit
Frau Elisabeth Buddeus-Steiff
Religionspädagogin
Geistliche Begleiterin
Coach

