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Haus Werdenfels |
Stille Meditation Begegnung Exerzitien |
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Betrachtung zum Werdenfelser
Flammenkreuz
Das Flammenkreuz des Künstlers G.
Mauermann hat in unserem Dorothea-Saal seinen neuen Platz Ein Kreuz - aufgebrochen durch lodernde
Flammen. Von der Mitte heraus sprengen sie den harten kantigen Kreuzbalken.
Mit einem Spalt ist der Balken bereits nach oben geöffnet. Wer das Flammenkreuz mit ein wenig Phantasie anschaut, der erkennt in der Mitte des Kreuzes ein brennendes Herz. Der Ausruf der Emmausjünger kann einem in den Sinn kommen: "Brannte uns nicht das Herz als er unterwegs mit uns redete?" Sie gingen im Dunkel der Hoffnungslosigkeit ihren Weg, obwohl der Auferstandene neben ihnen war. Durch das Gehen mit dem Herrn, durch das Hören auf sein Wort, durch die Feier der Eucharistie werden sie ergriffen vom Feuer und Geist Gottes, der sie verwandelt. Alle Trostlosigkeit verbrennt zu Asche. Was möchte ich in dieses Feuer hineinlegen an Angst, Enttäuschung, Mutlosigkeit...? Wann lade ich den Herrn ein, mit mir zu gehen? Wann bin ich ganz Ohr für sein Wort und halte Mahl mit ihm? Bei der Gestalt der Flammen kann einem der brennende Dornbusch in den Sinn kommen. Wie Gott sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens befreit hat, so schenkt er auch heute Erlösung und Heil. Wo fühle ich mich unfrei und gebunden durch andere oder durch mich selbst? Der treue Gott hört das Schreien seines Volkes. Im Kreuz findet diese treue Zusage Gottes seine Vollendung. Im Schauen auf das Kreuz kann mir diese Verheißung immer neu bewußt werden. Die beiden oberen Flammen links und rechts neben dem Spalt sind gleichsam wie zwei Hände geformt, die sich nach oben öffnen, wie zum Gebet. Je mehr ich mich vom Feuer der Liebe Gottes ergreifen und befreien lasse, um so mehr wird es mich hin drängen zu Lobpreis und Dank. Gebet Herr, Jesus Christus, du willst dich uns
im Kreuz auch als Auferstandener zeigen. Manchmal ist es schwer, dich
zu erkennen im Wirrwarr unseres Alltages. Und doch bist du da. So kann
ich die Spannungen meines Lebens aushalten und brauche nicht zu verzweifeln.
Ich danke Dir, weil Du bei mir bleibst und mir Hoffnung schenkst aus
der ich leben kann. Text: Günter Lesinski
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